Boris Grisenko: „Warum gehen Gläubige durch Leid und Versuchungen?“

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Rabbi Boris Grisenko sprach über die Gründe warum im Leben der Gläubigen Leid und Versuchungen geschehen und auch über den Unterschied zwischen den von Gott zugelassenen und von Gott geschickten Versuchungen.

Er betonnte, dass die Gläubigen manchmal in Versuchungen geraten, nicht weil es Gottes Wahl war, sondern ihre eigene. („Was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht treu zu euch. Er wird auch weiterhin nicht zulassen, dass die Versuchung grösser wird, als ihr ertragen könnt. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen.“ 1.Korinthen 10:13)

„Oft stürzen wir uns in eine Richtung oder tun Dinge, die keine Sünde sind, aber sie sind auch nicht der vollkommene Wille Gottes. Bedeutet das, dass Gott uns sofort verlässt? Nein! Gott handelt trotzdem, Er verlässt uns nicht, Er bleibt bei uns. Natürlich können wir einen Schaden davontragen, dennoch wird Gott es nicht zulassen, dass dieser eine bestimmte Grenze überschreitet“, meinte der Rabbi.

Er sagte: „In den Versuchungen, die von Gott zugelassen wurden, gibt es auch die, die durch einen direkten Einfluss von Satan und Dämonen in unser Leben kamen. Gott lässt das aus bestimmten Gründen zu. Manchmal kann durch Satan und Dämonen eine Versuchung von Gott kommen, wie das bei Job war. Aber das ist ein Ausnahmenfall gewesen! Es gibt zwei Kategorien der Gläubigen, wobei die einen fälschlicherweise glauben wie Job zu leiden, und die anderen wie Apostel Paulus. Aber lasst uns bitte nicht vergessen, dass Job der gerechteste Mann seiner Generation war, und der Teufel wandte sich an Gott und bekam die Erlaubnis Job versuchen zu dürfen. Und Apostel Paulus wurde zum dritten Himmel erhoben, und dann ins Paradies versetzt und hat dort „die Worte gehört, die für Menschen unaussprechlich sind.“ Es war der Apostel Paulus, der die meisten Briefe des Neuen Testaments geschrieben hat und ihm wurden die größten Offenbarung von Gott gegeben, die heute noch für die Christen von größter Bedeutung sind. Der Grund für seine Versuchungen war: „damit er sich nicht über andere auf Grund seiner außergewöhnlichen Offenbarungen erhebt.“ Wenn ihr so etwas noch nicht erlebt habt, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Grund für eure Versuchungen der gleiche ist, wie bei Paulus oder Job,“ erklärte der Rabbi.

Boris Grisenko gab ein Beispiel eines religiösen Aberglaubens:“ Wenn ich einen Sieg in meinem Dienst hatte, wenn Gott durch mich einen Durchbruch vollbracht hat, dann wird der Teufel mit Sicherheit versuchen mir einen Vergeltungsschlag zu machen.“ Aber in der Bibel wird kein Grund dafür genannt und die Menschen „haben die Schläge erwartet und glaubten, dass diese Schläge kommen müssen. Manchmal, egal zu welchem Zeitpunkt - wenn wir nicht wachsam sind, oder völlig entspannt sind, und oder nach einer erfolgreichen Tat, die wir für Gott vollbracht haben, mit unseren Errungenschaften zufrieden sind und keine Lust zu beten haben – der Feind kann jeder Zeit einen Streich machen.“

Der Pastor sprach auch von einem folgenden Beispiel für eine Prüfung. Die klassische Prüfung war die Anordnung, die Gott Abraham gegeben hat, dass er seinen Sohn Isaak als Opfer bringen soll. „Das ist ein Beispiel für eine Prüfung, die Gott uns schicken kann, um unser Gehorsam und unseren Willen Ihm um jeden Preis dienen zu wollen zu prüfen.“

Bemerkenswert ist, dass in der Zeit der Versuchungen oder Prüfungen, die Gläubigen oft ein Gefühl der Freude begleitet. So wurde Apostel Paulus, als er in der Stadt war wo die Türen zur Verkündigung des Evangeliums offen waren, von Gott nach Mazedonien geschickt, wo furchtbare Verfolgungen herrschten und die Situation sehr schwierig war. Und trotz dessen, dass „von außen Anfeindungen, von innen Ängste und Sorgen“ waren, war Paulus „getröstet und voller Freude“ (2.Kor.7). Der Rabbi erinnerte an die Situation wo Paulus für die Verkündigung des Evangeliums ins Gefängnis geworfen wurde. „Das sind Anfeindungen von Menschen, die stattfinden, wenn wir Gottes Weg gehen. Das Neue Testament warnt klar und deutlich, dass es solche Anfeindungen von Menschen geben wird. Das muss nicht unbedingt geschehen, aber es ist sehr möglich und reell.” Danach wurden die Apostel von Menschen angegriffen, geschlagen, ins Gefängnis geworfen und ihre Füße wurden festgebunden. Und was tun die Apostel in dieser Situation? Sie jammern nicht, sie verfluchen die Menschen nicht und werden nicht wütend auf den Herrn. Im Gegenteil, sie beten und loben den Herrn. Danach geschieht ein Erdbeben „gerade deshalb, weil sie in dem Gefängnis nicht aufgegeben haben, sich nicht der Enttäuschung ergaben, sondern nahmen es an wie eine Prüfung von Gott. Und wenn das eine Prüfung von Gott ist, dann bedeutet das, dass Gott in dieser Prüfung auch einen größeren Sieg bereitgelegt hat, als den in der sicheren Zeit. Und Gott hat solche Auswirkungen der Gnade bereitet, die die übertreffen werden, die zuvor waren.

Ein anderes Ziel der Versuchungen/Prüfungen, die ins Leben der Gläubigen kommen – sind andere Menschen. Gott liebt uns sehr, und Er hilft uns unseren Weg so zu gestalten, dass er nicht unser eigener wird, sondern Sein Weg. Er befreit uns währenddessen von unterschiedlichsten Vorurteilen, falschem Verstehen der Situation und der Lüge. Aus diesem Grund ertragen wir Bedrängnisse und Versuchungen und leiden, wenn dies nötig ist. Aber Gott liebt auch andere Menschen und wir sind dazu berufen anderen Menschen zu dienen. Denn das erste Gebot (liebe den Herrn) ohne das zweite Gebote (liebe den Nächsten wie dich selbst) ist nichts wert! Gott liebt all die Menschen, die wir auf unserem Weg begegnen sehr und Er führt uns zu Ihnen. Und Er denkt nicht nur an uns und Er kann Seine Kinder in Versuchungen oder Prüfungen führen nicht nur unseretwegen, sondern in erster Linie, weil Er diese Menschen so sehr liebt.

Das nächste biblische Beispiel war David, der sehr viel erlitten hatte von Saul. Und dennoch versammelten sich neben ihm die vernachlässigten und verlorenen Menschen in Israel, viele von denen waren wie Räuber. Und das ganze Volk sah wie stark Gott durch ihn wirkte, obwohl David genauso war wie sie, er war auf der Flucht. Und die Menschen versammelten sich neben ihm, weil sie begriffen, dass wenn Gott ihn beschützt, so wird Er auch sie mit ihm zusammen beschützen.

Für uns ist es sehr wichtig, wenn Versuchungen kommen, zu erkennen, sind sie von Gott zugelassen oder ist es eine Prüfung Gottes? Wenn dies geschieht, so müssen wir wissen wie wir darauf reagieren sollen. Wenn das Anfechtungen des Teufels sind – dann müssen wir dem widerstehen. Wenn das Gottes Prüfungen sind – so sollen wir uns freuen!

Boris Grisenko nannte die Versuchungen, die die Apostel auf ihrem Weg erlebten. Nach der Entscheidung des Sanhedrins, sie öffentlich zu peinigen (sie wurden geschlagen wie Räuber), was taten sie daraufhin? Sie fingen an sich zu freuen und Gott zu loben dafür, dass sie die Ehre von Gott bekamen. Dabei „waren sie Helden des Sinai-Bundes, gemäß dem allen, die Gott treu waren, folgende Dinge zugesichert bekamen: vollkommener Schutz, die Fülle der Segnungen und keine grösseren Schwierigkeiten. Und das was die Apostel bekamen sollte für die Menschen bestimmt, die von Gottes Weg abgegangen waren.”

Heutzutage haben wir das Neue Testament zur Verfügung und die 2000 Jahre alte Erfahrung des Christentums wo die Verfolgungen dazu gehören. Und unsere Geschichte – die Geschichte der messianischen Juden ist die Geschichte der Verfolgungen durch Christen, Verfolgungen durch Juden und Verfolgungen durch christlichen Juden. Und auf Grund unserer mehrere Jahrhunderte langen Geschichte der Verfolgungen, sollen wir gekräftigt sein und gewiss sein, dass der Herr gnädig ist. Er liebt uns, aber dies bedeutet nicht, dass wir gesichert vor Verfolgungen sind. Natürlich wollen wir nicht durch Versuchungen gehen, aber letzten Endes ist das von Gott abhängig. Und in dem allem wirkt Gottes Liebe zu uns persönlich, oft auch zu unseren Lieben, die um uns herum sind und zu den Menschen, die gerade durch Versuchungen gehen.

Es ist wichtig daran zu denken, dass die Füße der Apostel vom Aufseher des Gefängnisses festgemacht wurden. Und er war aber auch der erste, der sich bekehrt hat. Es ist also so, dass Gott auch die Verfolger Seiner Kinder liebt! Und manchmal führt Er Seine Kinder durch Heimsuchungen, um die Verfolger zu erretten. Und hier sind nicht nur Menschen gemeint, die mit uns Mitleid haben, die uns helfen, sondern auch diejenigen die das Werkzeug des Teufels sind. Diese Menschen kommen, um Gottes Kinder zu attackieren, aber dann fühlen sie sich auf einmal selber bedrängt und denken über Seine Liebe nach. Die Wut, die sie hatten verblasst und verschwindet, und Gottes Licht gibt ihnen etwas vollkommen Neues: eine neue Sicht, ein neues Herz und die ewige Errettung. Deswegen, meine Lieben, verzweifelt nie! Zweifelt nie an Gottes Treue, Liebe und Schutz! Nur wenn wir wirklich gegen Seinen Willen gehen, kann Er Seine schützende Hand entziehen. Und selbst wenn wir Fehler machen, selbst wenn wir manchmal stürzen – was ist es was Gott tut? Er gibt Kraft denen, die fallen. Und denen, die gefallen sind hilft Er auf, wenn sie es wollen. Und wenn ein Mensch versucht aufzustehen und schafft es alleine nicht – findet er auf einmal die ausgestreckte Hand Gottes, und der der nicht aufstehen konnte – kann hoch fliegen!“

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