Warum ist Sklaverei so angenehm?

Опубликовано в Unser Rabbi Spricht

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Dass die Sklaverei angenehm ist, ist für viele Menschen natürlich. Sklaverei gibt Gewissheit und Zuverlässigkeit für die Zukunft. Du musst keine Verantwortung für dein Leben tragen, sondern jemand anders trägt Verantwortung für dein Leben. Oft halten die Menschen an den “Vorteilen und Nutzen“ der Sklaverei fest. Besonders wenn das eine gemässigte Sklaverei ist und die Sklavenhalter wissen was sie tun müssen um einen Menschen mit Potenzial auszubeuten.

Man muss ihn gut füttern, kleiden, eine kleine Wohnung geben und eine mittelmässige, aber dafür kostenlose medizinische Versorgung und Bildung anbieten, damit man die Führer des Landes dafür preist und damit du keine Zweifel daran hast, dass du “im glücklichsten Land der Welt“ lebst.

Es gibt eine Geschichte über den sowjetischen Kindergarten, wenn die Erzieherin den Kindern von dem Schrecken erzählt, der in den USA geschieht. Was für schlimme Sachen man dort mit den Farbigen macht, wie viele Arbeitslose es dort gibt, die nur von Wasser und Brot leben? Was für Ungerechtigkeit und furchtbaren Dinge sich dort abspielen? Und dann kommt sie zu dem positiven Teil - wie toll das Leben in der Sowjetunion ist: eure Eltern bekommen jeden Monat Gehalt, gutes Gehalt, eine geräumige Wohnung, die Kinder haben tolle Spielsachen, gute Kleidung und sie können jederzeit Eis bekommen.
Danach fragt sie ein Mädchen:
-Tanja, warum weinst du?
- Weil ich in die Sowjetunion möchte!

Dies ist ein Teil der jüdischen Geschichte. Als unsere Vorfahren aus Ägypten und der Sklaverei flohen, mussten sie noch aus der innerliche Sklaverei herausgehen. Sie mussten aus der Sklaverei raus, aber sie blieben noch weitere 30 Jahre in der Sklaverei. Warum? Weil sie die Sicherheit nicht aufgeben wollten, all die Leckerbissen die sie neben den Fleischtöpfen in Ägypten bekommen haben. Und erst wenn die Sklaverei sie bis zur Verzweiflung gebracht hat, fingen sie an Gott anzurufen.

Ich glaube (das ist nur meine persönliche Meinung), dass Gott Mose schon hätte 30 Jahre vorher in der Wüste dafür vorbereiten können. Aber weil Israel weiterhin an den Pluspunkten ihrer Sklaverei festhielt, und Angst hatte in die Freiheit auszubrechen (weil es verstand, dass Freiheit bedeutete gleichzeitig auch die Wüste, das Fehlen der gewohnten Umgebung), hielt Gott Mose noch weiterhin in der Wüste. Aber als das Volk Israel zu Gott schrie, brachte Er sie bis zum Rand ihrer Wüste.

Es war nicht genug nur die Sklaverei erlebt zu haben, sie mussten es erst richtig wollen, daraus zu kommen! Und mehr noch, das Volk sollte schon vorher daran glauben, dass es den realen Gott gibt. Es sollte Gottes Wunder sehen und begreifen, dass Gott der den wahren Schabbat vorbereitete, ein allmächtiger Gott ist.

Es ist sehr wichtig für uns nicht zu vergessen, wer wir waren in unserem früheren Leben. Wie wir von den primitiven Mächten dieser Welt beherrscht waren. Welche Geister über uns regierten, welche Gedanken und Emotionen uns beherrschten und welche Zerrissenheit uns von einer Richtung in die andere schleuderte und welchen Weg wir gingen. Und als wir uns daran erinnerten – da konnten wir uns in Gottes Hand begeben, zur Ruhe kommen von der ganzen Hektik, von den Ängsten, von der ewigen Jagd nach Geld, von all der Zerrissenheit, die die Menschen dieser Welt verrückt macht.

Boris Grisenko, Rabbiner ser JMGK

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