Boris Grisenko: wie man die Balance mit dem geistlichen Vater beibehält

Опубликовано в Unser Rabbi Spricht

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Weil oft die Balance fehlt, wissen viele Gläubige nicht, welche Grenzen man nicht überschreiten darf, in Bezug auf seinen Pastor oder Betreuer, damit man nicht zu einem Götzendiener wird. Es ist aber auch wichtig nicht in das andere Extreme zu geraten.

Manchmal suchen die Menschen in jedem Menschen einen geistlichen Vater. Und wenn sie ihn nicht finden - so überfällt sie eine Angst als wäre man ein Waisenkind. Das erinnert mich an eine Situation in einigen Waisenhäusern. Einmal war ich in einem Waisenhaus, und danach ging ich nie wieder dorthin, weil ich es nicht ausgehalten habe, wenn die Kinder auf mich zu rannten und schrien Papa! Papa! Weil kleine Kinder in jedem erwachsenen Mann einen Vater sehen, der sie adoptieren würde. Sie spüren es so stark, dass sie Waisen sind, dass sie bereit sind sich jedem erwachsenen Mann anzuvertrauen. Es tat mir im Herzen sehr weh, als ich das alles sah, und ich habe verstanden, dass ich dort nicht mehr hingehen kann.

Und wissen Sie, wenn ein erwachsener Mensch zu jedem kommt und fragt: "Sind Sie vielleicht mein geistlicher Vater? Nicht? Oder Sie?" dann spricht es von einem Geist eines Waisen, einer tiefen Wunde im Herzen. Und diese Wunde muss erst heilen bevor der Mensch sich einen geistlichen Vater suchen kann.

Es ist auch sehr wichtig seinen Betreuer nicht zu idealisieren. Man sollte sich von der Vorstellung lösen, dass er eine Art neuer Jeschua oder Apostel Paulus auf Erden ist. Nur dann, können wir uns einen geistlichen Vater suchen. Aber wartet doch mal. Wer sind wir eigentlich? Sind wir solche perfekte Kinder Gottes, die nur mit einem hoch geistlichen Betreuer zufrieden sein können? Ich bitte Sie.

ФОТО 1
Ich gebe denen Recht, die sagen dass es nur wenige geistliche Väter gibt. Ich persönlich sah mich nie als einen geistlichen Vater an. In unserer Gemeinde wird es auch gar nicht praktiziert.

Ich weiß einfach, dass es für mich noch zu früh ist ein geistlicher Vater für andere Menschen zu sein. Ich kann nur, bei all meinen Einschränkungen, ein bescheidener Lehrer sein, dem Gott einen winzigen Bruchteil offenbart hat, den ich mit anderen teilen kann. Ich kann ein Tutor sein oder ein Betreuer und anderen das erklären was ich verstanden habe und was Gott mir erlaubt weiter zu geben. Ich kann aber auch falsch liegen mit meinem Verständnis.

Der geistliche Vater hat die volle Verantwortung für den Menschen, denn er betreut auch sein Leben. Und ich hatte nie den Mut so etwas verantworten zu können.

Was muss ein geistlicher Vater tun?

Hier ist was der Apostel Paulus zu seinem geistlichen Sohn schreibt: "Du aber, Timotheus, bist bei dem geblieben, was ich dich gelehrt habe. Du hast dir mein Leben, mein Ziel, meinen Glauben zum Vorbild genommen, dazu auch meine Geduld, meine Liebe und Ausdauer." (2 Timotheus 3:10) Dieses Prinzip der Nachahmung des wahren geistlichen Vaters, wie er Maschiach nachahmt (den einzigen Lehrer und Tutor) und durch Ihn, den Himmlischen Vater.

Und weiter: "Du weißt welche Verfolgungen ich in Antiochia, in Ikonion und Lystra ertragen musste. Wie unerbittlich ist man dort gegen mich vorgegangen! Aber der Herr hat mich aus allen Gefahren gerettet. Tatsächlich muss jeder, der zu Jesus Christus gehört und so leben will, wie es Gott gefällt, mit Verfolgung rechnen. Der Verführer aber und die Betrüger werden sich immer stärker in die Sünde verstricken. Sie verführen andere und werden dabei selbst in die Irre geführt. Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben. Sie soll uns unterweisen; sie hilft uns, unsere Schuld einzusehen, wieder auf den richtigen Weg zu kommen und so zu leben, wie es Gott gefällt. (2 Timotheus 3:11-16)

Das sollte ein wahrer geistlicher Vater tun: lehren, im Wort einweisen, korrigieren. Und wenn eure geistlichen Väter euch nur erzählt wie toll sie sind und alles richtig machen, nie über die unangenehmen Dinge sprechen und auch nicht von unangenehmen Dingen erzählen die sie erleben, dann ist das nur ein Spiel. Das hat gar nichts damit zu tun was eine wahre geistliche Vaterschaft ausmacht.

ФОТО 2

Weiter schreibt Apostel Paulus: "Von Gott und von Jesus Christus, der über die Lebenden und die Toten Gericht halten wird, beschwöre ich dich - ja, angesichts dessen, dass er für alle Welt sichtbar kommen wird, fordere ich dich auf: Verkünde den Menschen Gottes Botschaft. Setz dich dafür ein, ob es den Leuten passt oder nicht! Rede Ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht, aber ermutige sie auch. Tu all das geduldig und so, wie es Lehre unseres Glaubens entspricht. (2. Timotheus 4:1-2) Es ist erstaunlich inwieweit die Rolle der Schrift und des Tutors, des Pastors, vereint sind, als würden sie ineinander übergehen. Und hier hören wir die Stimme des Apostels heraus, die zu uns aus dem 1. Jahrhundert durchdringt und es den modernen Tutoren vorschreibt ehrlich und gottesfürchtig zu sein. Keine Angst vor Menschen zu haben, und wenn es sein muss, zu korrigieren, sogar zu verbieten und die Wahrheit zu verkünden, ob es anderen passt oder ob es anderen nicht passt.

"Denn es wird eine Zeit kommen, in der die Menschen von der gesunden Lehre nichts wissen werden wollen. Sie werden sich nach ihrem eigenen Geschmack Lehrer aussuchen, die ihnen nur nach dem Munde reden. Und wenn ihnen die Wahrheit nicht gefällt, folgen sie allen möglichen Legenden.“ (2. Timotheus 4:3) Und in dieser Zeit leben wir. Wir wissen wie viele verschiedene Diener es gibt, die Legenden erzählen und predigen. Also das was dem Wort Gottes entgegen spricht und den Fakten widerspricht.

"Doch du sollst wachsam und besonnen bleiben, was auch immer geschieht! Sei bereit für Christus zu leiden. Erfülle deine Aufgabe als Verkündiger der rettenden Botschaft, ja, predige sie unerschrocken. Führ deinen Dienst treu und gewissenhaft aus." (2. Timotheus 4:5) Und hier sind sehr starke und klare Vorschriften für all die, die geistliche Väter werden wollen, wahre Tutoren und Lehrer und geistliche Söhne und Töchter!

Durch diese Schriftstellen kann man verstehen auf wen man hören und wem man folgen soll und wem nicht.

Boris Grisenko aus der Sendung "geistliche Vaterschaft - Extrem und Balance".

 

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