Tu biSchwat: das Neue Jahr der Bäume (Rosh HaShanah LaIlanot)

Опубликовано в Wir Feiern

tubis

Mark Twain, nachdem er das Heilige Land im Jahre 1867 besucht hatte, schrieb folgendes: “Aus allen Ländern mit kärglicher Landschaft kann man Palästina als die Prinzessin bezeichnen. Die Hügel sind verwüstet, farblos und haben eine unbeschreibliche Form. Die Täler sind eine unansehnliche Wüste und sind kaum bepflanzt. Das ist eine hoffnungslose, verwüstete und herzgebrochene Landschaft.“ Der Kontrast dessen was Mark Twain im Laufe seiner Wanderungen bezeugt hat, gegenüber dem wie wunderschön Israel heute ist, ist unglaublich.

In dieser Wiederherstellung Israels kann man unverkennbar die Hand des Gottes Israels erkennen, der das zur Erfüllung bringt, was Er in Seinem Wort versprochen hat, „ So spricht Gott der HERR: Zu der Zeit, wenn ich euch reinigen werde von allen euren Sünden, will ich die Städte wieder bewohnt sein lassen, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden. Das verwüstete Land soll wieder gepflügt werden, nachdem es verheert war vor den Augen aller, die vorübergingen. Und man wird sagen: Dies Land war verheert und jetzt ist's wie der Garten Eden, und diese Städte waren zerstört, öde und niedergerissen und stehen nun fest gebaut und sind bewohnt. Und die Völker, die um euch her übrig geblieben sind, sollen erfahren, dass ich der HERR bin, der da baut, was niedergerissen ist, und pflanzt, was verheert war. Ich, der HERR, sage es und tue es auch. So spricht Gott der HERR: Auch darin will ich mich vom Hause Israel bitten lassen, dass ich dies ihnen tue: Ich will die Menschen bei ihnen mehren wie eine Herde. Wie eine heilige Herde, wie eine Herde in Jerusalem an ihren Festen, so sollen die verwüsteten Städte voll Menschenherden werden, und sie sollen erfahren, dass ich der HERR bin.“ (Hesekiel 36:33-36)

Hier möchte ich euch kurz aus der Geschichte der Entstehung des Festes Tu bi-Schwat erzählen. Dieses ungewöhnliche Fest ist mit der Hochblüte des Erez Israel - des Landes Israel - verbunden. Im antiken Israel war es üblich, so wie es die Tora auch vorschreibt, jährlich einen Zehnten der Ernte von den Früchten der Bäume an die Priester und die Leviten zu entrichten, die im Tempel gedient haben. Den zweiten Zehnten sollte man den Armen und den Witwen opfern. Den Zehnten eines Jahres als einen Zehnten für ein anderes Jahr gelten zu lassen war verboten. Die Weisen haben den Tag festgelegt, an dem ein Erntejahr von dem nächsten Erntejahr getrennt wurde. Dieser Tag wurde Tu bi-Schwat genannt - es bedeutet: der 15te Tag des Monats Schwat. An diesem Tag endete in Israel meist die Regenzeit. Regen war sehr wichtig für die Bäume. Die Früchte, die nach diesem Tag geerntet wurden, galten als die Ernte des nächsten Jahres. Auf diese Weise war es einfach den Zehnten von einander zu trennen.

Nach der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahre 70 nach Christus waren viele Juden gezwungen das Land ihrer Väter zu verlassen. In den Jahren der Zerstörung und Kriege wurden sehr viele Wälder und Haine vernichtet. Nach und nach verwandelte sich das Land in eine Wüste. Mit dem Beginn der zionistischen Bewegung begann auch ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Entwicklung dieses Festes. Immigranten, die ins Land ihrer Väter zurückgekehrt sind, fanden ein verwüstetes und leeres Land vor, welches kaum seine wenigen Bewohner ernähren konnte. Die Arbeit der ersten Siedler war schwer und erschöpfend. Man musste die Wüste besiegen, die Moore austrocknen und das Land in einen blühenden Garten verwandeln. Die Juden pflanzten Eukalyptusbäume und Wälder. Sie bauten die Wasserversorgung, legten Felder und Obstgärten an. 1890 am 15. Tag des Monats Schwat kam der Schuldirektor, Schriftsteller und Historiker Ze’ev Javitz mit seinen Schülern, um Bäume zu pflanzen. So entstand eine neue Tradition im Land an Tu bi-Schwat Bäume zu pflanzen. Ein blühender Mandelbaum wurde zu einem Symbol dieses Festes von Anbeginn der Siedlerbewegung.

In der letzten Zeit gewann das Feiern des Tu bi-Schwat eine zusätzliche Bedeutung. Es entstand eine Tradition, dass tausende von Menschen von jung bis alt, an diesem Tag an großen Baumpflanzaktionen teilnehmen. So entstehen in Israel von Menschenhand geschaffene Wälder, Parks und Alleen.

Wenn Juden das Neue Jahr der Bäume feiern, erinnern sie sich an das was in der Tora über Fruchtbäume geschrieben steht: man darf sie nicht abholzen oder zerstören weil sie dem Menschen Früchte geben.

Laut Tradition sollen auf dem Festtagstisch Früchte und Getreide stehen, die in Israel wachsen (in der Tora werden Weizen, Roggen, Oliven, Feigen, Datteln, Granatäpfel und Weintrauben erwähnt). Einige meinen es müssen sieben, fünfzehn und sogar fünzig Fruchtsorten auf dem Tisch stehen!

Wir müssen verstehen, dass wir in einer einzigartigen Zeit leben. Die Zeit der nicht nur physischen Wiederherstellung Israels, sondern auch der geistigen Wiederherstellung. Der Herr ist ernsthaft mit Seinem Volk beschäftigt, sowohl in geistiger, als auch in physischer Art und Weise. Wir leben in der letzten Zeit...

Для комментирования зарегистрируйтесь через соцсети:

Добавить комментарий


Защитный код
Обновить



© kemokiev.org –  сайт Киевской еврейской мессианской общины 2000-2017
При использовании материалов сайта гиперссылка на kemokiev.org обязательна
Мнение редакции может не совпадать с мнением авторов