9. AV

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ninth of av

Der Neunte Av ist ein nationaler Trauertag für die jüdische Nation. Dies ist der Tag, an dem der Erste und der Zweite Tempel von Jerusalem zerstört wurde. Dieser Tag ist von tragischen Ereignissen während der jüdischen Geschichte geprägt und ist zu einem Symbol für die Verfolgung und Katastrophen geworden, das sich im jüdischen Volk zugetragen hat.

9. Av 1312 B.C. Die von Mose Gesandten brachen unter dem jüdischen Volk in Panik aus wegen der Eroberung Kanaans. Die Menschen hatten Angst und weigerten sich, in das von Gott versprochene Land Israel zu kommen. Infolgedessen war es die nächste Generation, die nach 40 Jahren in das versprochene Land kam.

9. Av 586 B.C. Die Babylonier zerstörten die Mauern von Jerusalem während eines Zeitraums von drei Wochen. Sie haben dann die Stadt eingenommen und den ersten Tempel zerstört. Danach begannen 70 Jahre babylonische Gefangenschaft.

9. Av 70 AD. Die Römer zerstörten den Zweiten Tempel nach einer Belagerung von Jerusalem.

9. Av 132 AD. Der Tempelberg in Jerusalem wurde auf Anordnung der römischen Vorgesetzten gestürzt. Dieses Ereignis war ein wichtiger Grund für die Rebellion von Bar-Kochba, die sich für drei Jahre danach fortsetzte.

9. Av 135 AD. Die Römer eroberten Betar, den letzten Vorposten von Bar-Kochba, nach dem begann eine massenhafte Vertreibung der Juden aus dem Land Israel.

Ehrlich gesagt, sind diese Daten Christen weitgehend unbekannt, obwohl die Mehrheit zumindest weiß, dass der Erste und Zweite Tempel zerstört wurde. In diesem Artikel geht es nicht darum, was allgemein den Leuten bekannt ist, die mehr oder weniger mit der Bibel vertraut sind, sondern vielmehr darum, was jüdische Tradition darüber sagt. Es ist also sehr wichtig für uns, diesen traditionellen jüdischen Kontext in Bezug auf diese besonderen Daten zu erforschen, in der Hoffnung, dass es mehr und mehr für die Gläubigen des Gottes Israels aus allen Nationen offenbaren wird. Neben der Zerstörung des Ersten und des Zweiten Tempels am 9. Av gab es noch andere Ereignisse, die auch bekannterweise am 9. Av aufgetreten sind:

  • Aufruf von Papst Urban den II. im Jahre 1905, um die Kreuzzüge zu beginnen, in denen viele jüdische Gemeinden zerstört wurden;
  • jüdische Massenvertreibung aus England im Jahre 1290;
  • Massenverbrennung der Talmud und Jüdischen Bücher in Paris im Jahre 1240;
  • jüdische Massenvertreibung aus Frankreich im Jahre 1306;
  • jüdische Massenvertreibung aus Spanien im Jahre 1492;
  • Beginn des 1.Weltkrieges im Jahre 1914;
  • Todeslager Treblinka begann im Jahre 1942 zu arbeiten.

Viele Menschen betrachten auch die Evakuierung von jüdischen Siedlern aus dem Gaza-Streifen und aus dem Norden Samarias im Jahr 2005 als eine nationale Katastrophe. Dieses Ereignis begann am 10. Av.

Es gibt eine sehr reiche rabbinische jüdische Tradition zum 9. Av. Einer der Fackeln des Judentums, oder wie man sagen könnte, ein Vater des Talmuds, teilte eine alte Legende wie folgt mit: Gott richtete sich an das Volk Israel, als sie in der Wüste weinten, nachdem sie den Bericht der Boten, die von Mose geschickt wurden, hörten. Sie weinten über ihre hoffnungslose Situation und ihre Überzeugung, dass sie jetzt keine Chance hatten, das versprochene Land zu betreten. Das Land, das ihnen versprochen war, aber jetzt scheinbar umsonst. Nach der alten Tradition sprach Gott zu Seinem Volk: „Heute weinst du ohne ernsthaften Grund. Du weintest, denn Du glaubtest Mir nicht, Meinem Wort und Versprechen. Aber die Tage werden kommen an genau demselben Datum wo Du aus sehr ernsthaften Gründen weinen wirst.”

Das ist eine so alte jüdische Tradition. Um klar zu sein, es ist nicht das Wort Gottes oder die Tora, aber es liegt eine gute Idee darin. Wenn die Nation Israel und die Gläubigen aller Nationen anfangen, den Herrn für etwas zu beschuldigen; wenn die Gläubigen murren und sich darüber beklagen: „Warum hältst Du nicht Deine Versprechen, Gott?!“, wissen wir, dass das nicht so sein kann. Vielmehr ist es etwas anderes. Entweder hat Gott nicht wirklich versprochen, wofür Er beschuldigt wird es nicht zu erbringen, oder die Menschen haben nicht wirklich die Bedingungen verstanden, unter denen die Versprechen erfüllt werden sollen. Wenn die Gläubigen weinen, Gott die Schuld geben oder sich selbst leid tun ohne Grund von Gottes Seite aus, werden ihre Konsequenzen der spirituellen Täuschung auf die physische Welt reflektiert oder beeinflusst diese. Und dann lässt Gott die gegenwärtigen Tragödien geschehen.

Nun, wenn diese Tragödien geschehen, neigen die Menschen dazu, entweder den Verlauf der Ereignisse zu erkennen, zu bereuen und zu den Prinzipien Gottes zurückzukehren, oder sie beschuldigen Gott noch mehr.

Was ist der Hauptgrund für das Murren? Das ist nicht Tradition, oder? Tatsächlich stammt es aus dem Unglauben. Was ist Unglauben? Es ist letztlich die Herabstufung Gottes in unseren Augen. Solches Murren kann allgemein oder öffentlich sein, wie dieser Fall mit den Boten. Tatsächlich verunreinigten sie mit ihrem Unglauben, der aus Furcht kam (Furcht übertraf ihre Erkenntnis von Gott), alle Menschen in Israel, obwohl Gottes Ziel für Israel war, den Glauben an Gott in alle Nationen zu verbreiten und ein öffentlicher Ausrufer für den Glauben für alle Nationen zu werden. Sie vergifteten das ganze Volk mit ihrem Unglauben so intensiv, dass die Situation unmöglich wurde, sich zu ändern.

Murren. Ja, man kann überrascht sein, dass dies in einer ganzen Nation geschehen könnte; und nicht nur in irgendeiner Nation, sondern letztendlich in der die Gottes Nation werden würde.

Es war von den Leuten abhängig, ob sie Gottes Potenzial öffnen würden, das ihnen in Gottes Barmherzigkeit von Gott selbst gegeben worden war, der Seinem Wort treu ist, oder ob sie sich weiter wie gewöhnliche Menschen benehmen würden; wie die Heiden um sie herum, die von der gefallenen Welt und den geistigen Kräften abhingen, die sie teilweise beherrschen.

Leider hat Gottes Volk nicht wirklich sein volles Potenzial erkannt. Obwohl sie Gottes Pläne und Zwecke kennen, sind sie ständig von Ihm abgewichen. Das ist ein Problem! Und eigentlich hat es sich als ein ewiges Problem erwiesen.

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