Sasha Yaroslavsky: Ich wachte im geistlichen Sinne auf

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Bereits als Kind ahnte ich es, dass ich Jude bin. Warum? Weil mein Vater nicht studieren durfte auf Grund seiner Herkunft.

Und auch weil es eine entsprechende Haltung vieler Menschen und in vielen Situationen gab. Ich kann mich noch gut daran erinnern wie ich mich in der Schule für meine jüdische Herkunft geschämt habe. Als ein Mitschüler mich fragte, „Bist du Jude?“, habe ich es immer verneint und sagte, dass ich Russe bin. Ich weiss nicht warum, ich wollte einfach nicht, dass meine Freunde die Wahrheit erfahren.

Und dennoch ging ich den ganzen Sommer lang zu verschiedenen jüdischen Aktivitäten, fuhr zu jüdischen Sommercamps. Dank der Bemühungen meiner Mutter lernte ich die Kultur meines Volkes kennen. Wir feierten jüdische Feste, lernten die Traditionen kennen. Ich erinnere mich sehr gut an lustige Purim Spiele...

Übrigens, mein Vater, der Jude war, hielt es nicht für wichtig, und meine Mutter, die Ukrainerin war, war sehr fleißig was meine jüdische Erziehung und Weltanschauung betraf. In der Familie haben wir allerdings nicht viel über “das jüdische Thema” geredet und jüdische Freunde hatte ich in meiner Kindheit keine.

Kurz gesagt, ich empfand es einfach nur als kindliches Hobby. Dass ich Jude war, nahm ich nicht für mich wahr. Das kam erst später - nach einer schwierigen Lebensphase und durch dem, wie Gott mir daraus geholfen hat.

Als Teenager fing ich an Drogen zu nehmen und wurde zu einem „schwierigen“ Teenager. Nach einigen sehr schweren Jahren - für mich und für meine Eltern - passierte ein wahres Wunder, das Gott, den ich noch nicht wirklich kannte, in meinem Leben vollbrachte. Er setzte mich frei von den Drogen und den Folgen des Drogenkonsums. Es geschah ganz einfach - ich weiss nicht warum, aber ich kam in eine Baptisten-Gemeinde, eingeladen von Freunden. Dort bat ich Gott von ganzem Herzen um Hilfe. Und Er antwortete! Ich habe es geschafft von der Drogenabhängigkeit los zu kommen und ich glaubte an Gott. Mein Leben veränderte sich schnell zum Guten. Ich nahm an einem Rehabilitationsprogram teil. Ich fing an wie ein normaler gläubiger Mensch zu leben. Und das Interessante war, dass hier meine jüdische Herkunft wieder Thema wurde. Alle sagten mir, dass das cool sei, dass ich Jude bin. Ich wurde gebeten in den Gottesdiensten für Israel zu beten. Man hat mich zum Schabbat eingeladen, und mich nervte das nur. Ich weiss nicht warum. Ich verstand nicht was das alles mit mir zu tun hat. Ich wurde zu Konzerten mit jüdischer Musik und Tanz eingeladen, damit ich mit meiner Kultur in Berührung komme, aber ich reagierte eher negativ darauf...

Und dann flog ich nach Israel. Zusammen mit einer Gruppe von Jugendlichen lernte ich die Geschichte und die Kultur des Eretz Israel kennen; ich lernte so zu sagen meine Wurzeln kennen. Und die ganzen 10 Tage geschah etwas Unerklärliches mit mir: ich erlebte eine ungewöhnliche Nähe Gottes, die Verwandtschaft mit meinem Volk. Ich machte mir Gedanken was es für mich bedeutet, was mein Volk für Gott bedeutet, der uns erschaffen hat. In der Zeit als andere Jugendliche sich ihren Spass in Diskotheken mit Alkohol holten, konnte ich nicht anders, als an Israel zu denken und zu beten. An das jüdische Volk, an seine Berufung. Da lebte mein Herz dabei... Ich habe erkannt, dass der Gott, an den ich glaube - Jeschua Maschiah - in erster Linie ein Messias für die Juden ist. Ich kann es jetzt nicht mehr so genau nacherzählen was ich damals empfand. Aber ich spürte den Schmerz im Herz des Vaters, das über seine jüdischen Kinder schmerzt. Ich wachte auf - im geistlichen Sinne - ich fing an alles um mich herum mit anderen Augen zu sehen.

Ich konnte es mir nicht erklären, aber ich hatte ein tiefes Interesse für alles was mit Judentum zu tun hat. Ich las in der Heiligen Schrift und ich sah vieles für mich neu, das Wort Gottes offenbarte sich mir als das Wort an die Juden, und insbesondere Brit Hadasha. Als ich zurück kam, hatte ich keine Zweifel mehr, dass ich in die jüdische Gemeinde gehörte. Bei den Schabbaten, Festen, Veranstaltungen und Jugendtreffs fühlte ich mich sehr wohl, ich fühlte mich zu Hause. Seitdem sind 3 Jahre vergangen und das Gefühl wird immer stärker. Ich bin glücklich und ich weiss, dass ich am richtigen Ort bin.

Ich finde, dass die jüdische messianische Gemeinde eine richtige Familie ist. Und ich wünsche es mir sehr, dass die jüdische Jugend in ihre Familie zurückkehrt, ihre Wurzeln und Traditionen kennen lernt und auch Den, Der für sie gestorben und auferstanden ist. Ich wünsche mir, dass die jungen Leute das werden wozu sie erschaffen worden sind, dass sie einen Sinn für ihr Leben finden und Den, mit Dem sie glücklich und sicher leben können.

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