Felix Liederman: “Ich habe verstanden, dass das Evangelium ein sehr jüdisches Buch ist“

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Ich bin in einer typischen sowjetischen jüdischen ungläubigen Familie geboren. Und obwohl wir Matzenbrot zu Pessach aßen und Hamantaschen zu Purim (welche meine Oma immer sehr lecker zubereitet hat), war das nur eine Erfüllung der Tradition, das machte meine Familie aber nicht gläubig.

Vor vielen Jahren, da ich sehr wissbegierig war und es liebte über alles genau nachzudenken, beschäftigte mich die Frage über den Sinn des Seins. In der Schule hatten wir Naturwissenschaften und als ich später Biologie studierte, erfuhr ich wie komplex und gleichzeitig harmonisch all das geschaffen war, was um uns herum ist - von dem Atom bis zum Universum. Mich, als Biologen beeindruckte die Tatsache, dass im Kern einer jeden Zelle, die tausendfach kleiner ist als ein Punkt eines Kugelschreibers, sich in deren Chromosomen die komplette Information über den Organismus befindet. Meine Forschung brachte mir das Verständnis, dass die Welt von einem weisen Schöpfer geschaffen wurde, und die Heilige Schrift ist ein Buch, dessen Autor Gott persönlich ist, und sie ist es wert von mir studiert zu werden.

Am Anfang entschied ich mich meinen eigenen Glauben zu erforschen, den “Judaismus“. Aber dadurch bekam ich mehr Fragen als Antworten. Mir war die Bedeutung der mündlichen Tora nicht einsichtig und das sie gleichgestellt mit der schriftlichen Tora war. Nach meiner Meinung wurde die schriftliche Tora wortwörtlich und genauestens geschrieben, und die mündliche Tora wurde eben nur mündlich überliefert und jahrhundertelang nie aufgeschrieben. Die Genauigkeit beider ist nicht zu vergleichen. Ausserdem, die Beschreibung derselben biblischen Ereignisse unterschieden sich sehr voneinander und widersprachen sogar einander.

Ich bemerkte, dass sehr viele Stellen des Tanachs oder des Alten Testaments sehr direkt auf Jesus (Jeshua) zeigten als Messiah (Maschiah) des jüdischen Volkes. Dabei fand ich es überraschend, dass die berühmte Prophezeiung von Jesaja “Denn uns ist ein Kind geboren. Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt Ihn ‘Wunderbarer Ratgeber’, ‘Starker Gott’, ‘Ewiger Vater’, ‘Friedefürst’”. (Jesaja 9:6) in der russischen Übersetzung, die für die jüdische Gemeinde gefertigt wurde, nie übersetzt wurde und nur als Transkription aufgeführt wurde. Da dachte ich mir: „Warum ist das so? Ist das die Angst den Glauben der Juden zu erschüttern oder ist das ein Versuch die Wahrheit zu verbergen?“ Mich beschäftigte auch die Frage: „Warum wurden Juden für 2000 Jahre aus dem Verheißenen Land vertrieben? Warum hat Gott es zugelassen?“ Also suchte ich nach Antworten, die mir einen lebendigen wahrhaftigen Gott offenbaren würden. Und dennoch bin ich für eine Zeitlang mit dem allen stehen geblieben, Gott kann warten, dachte ich mir, und ich habe erst mal andere Sorgen und andere Dinge zu tun.

Also, noch lange bevor ich mit der JMGK, sowie mit dem jüdischen messianischen Glauben in Berührung gekommen bin, war ich schon auf eine gewisse Weise vorbereitet. Über Kiewer Gemeinde erfuhr ich, als ich den Schabbat, der auf der Strasse in Podol (ein zentraler Stadtteil Kiews, wo früher viele Juden wohnten) gefeiert wurde, miterlebt habe. Zunächst aber entschied ich, alles für mich zu untersuchen und zu prüfen. Ich besuchte mehrere Schabbat Dienste, las einiges auf der Webseite der Gemeinde, sah mir Predigten an.
Im Endeffekt habe ich für mich verstanden, dass das Evangelium ein sehr jüdisches Buch ist... und Jeschua kam auf diese Welt, um in erster Linie die Juden zu retten, und dann die anderen Völker, und auch dass für Gott die jüdische Komponente in der Gemeinde - dem Leib Maschiachs - von grosser Bedeutung ist. Deshalb ist es so wichtig, dass die Juden zu Jeschua kommen und ihre jüdische Identität beibehalten. Das ist das worauf der Herr seit 2000 Jahren gewartet hat und woran Er sich sehr erfreut. Ich nahm Jeschua als meinen Herrn (Maschiach) und Retter an.

Ich erlebe es auch, dass die messianische Gemeinde ein Zuhause für die messianischen Gläubigen aller Nationalitäten ist, und nicht nur für Juden. Hier werden jüdische Feste gefeiert, jüdische Musik wird gespielt, jüdische Tänze und Lieder. Hier geschehen wahre Wunder Gottes, die genauestens überprüft und aufgeschrieben werden.

Übrigens, ein weiterer Beweis dafür, dass ich am richtigen Ort bin, war für mich, als ich erlebt habe, wie Gott einen jeden Menschen, der neu zu Ihm kommt, als Sein „neugeborenes Kind“ reichlich beschenkt. Mit unterschiedlichen und schönen Dingen. Ich fing zum Beispiel an, auf eine erstaunliche Weise mein Übergewicht zu verlieren. Mein seit 6 Jahren erhöhter Blutdruck ist wieder normal geworden. Ich verlor jegliches Interesse am Alkohol. Ich war zwar nicht süchtig oder so, aber ab und an nahm ich alkoholische Getränke zu mir, so wie es viele andere Menschen auch tun. Über viele weitere Wunder und veränderte Leben erfuhr ich von anderen, die ihren Glauben in Jeschua gesetzt haben. Einige davon fanden vor meinen Augen statt - während der Schabbate und gemeinsamen Gebete. Aber das ist eine andere, nicht weniger spannende Geschichte...

 

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